Vergangenheit


Kapitel 1 – Skizzierung

Aufgewachsen als Spross eines Tausendsassas der alten Schule, wurde der eigene Werdegang nach der Erlangung der allgemeinen Hochschulreife mit einer Laufbahn als Chemielaborant begründet. Doch schon während der ersten Berufsjahre im messtechnischen Bereich eines Berliner Analytiklabors flammte immer mehr der sehnliche Wunsch auf, Größeres zu erschaffen und vermehrt der Schwäche für technische Herausforderungen nachgehen zu können:

Ich gab die bisherigen Sicherheiten des unbefristeten Angestelltendaseins auf und drückte erneut die Schulbank – an der Technischen Universität Berlin. Erst hierdurch entstand noch innerhalb der ersten beiden Semester als angehender Chemieingenieur der eher zufällige erste Kontakt des Marktes mit einem der privaten Projekte und folglich der prägende Gedanke, die durch die Liebe zu lebendigen, längst verlebten Materialien ausgedrückte Sehnsucht nach alten Werten in der Produktentwicklung widerzuspiegeln.

Es galt entsprechend zunächst eine Prüfung der Marktfähigkeit sowie der Machbarkeit zu den bisherigen Projekten, wie einem kabellosen Projektor im antiken Gehäuse, zu betrachten. Währenddessen konnten im Jahre 2013 die ersten Auftragsarbeiten unter Verwendung vorhandener, antiquierter Ausgangsmaterialien erfolgreich umgesetzt werden und lieferte somit erste Indizien eines Bedarfs an Individualanfertigungen. Mit der Auseinandersetzung mit theoretischer Ökonomie sowie dem Wechsel des Studiengangs hin zur Elektrotechnik wurden die Weichen endgültig gestellt, um allmählich die Leidenschaft in ein tragfähiges Geschäftsmodell umzuwandeln und die bisherigen Projektideen wachsen zu lassen.

Zunächst als reine Idee skizziert, folgten eine übliche Materialrecherche nach den erforderlichen Parametern in den bereits bekannten Zuliefererkreisen, die Beschaffung und die Anpassung des Materials an die technischen Anforderungen: Als Präsent für einen Freund, welcher zugleich eine meiner wichtigsten Inspirationsquellen ist, sollte ein überdimensionierter und weit über ein halbes Jahrhundert alter Motorkolben als Tieftöner fungieren. Der Tieftöner funktionierte im geschlossenen System des Kolbens auf Anhieb wie vorgesehen – die Vorlage des CLOU ward gefertigt.